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!!! ES WAR EINMAL EINE INSEL... |
Es war einmal eine Insel mitten im Thyrrenischen Meer, im Golf von Neapel,
hügelig bis gebirgig, sehr grün und fruchtbar, dessen Einwohner einen einfachen
Lebensstil führten und von den Produkten des Meeres und der Landwirtschaft
lebten.....
Das Leben war ruhig, der Tagesrhythmus von Sonne, Licht und Mond geprägt.
Diese Insel in Süditalien, im Ausland meist bis in die 50er Jahre unbekannt,
trug den Namen Ischia. Der Ursprung dieses Namens soll von Insula, Iscla
stammen, was auf Italienisch mehr oder weniger Insel bedeutet.
Dank des vulkanischen Ursprungs der Insel, florierte die Landwirtschaft auf
Ischia. Kräuter,
Gemüse und Weinreben wuchsen und gediehen überall auf der Insel bis auf die
Spitze des höchsten Berges, dem Epomeo. Besonders ein Teil der Insel schien
wirklich von Gott und/oder von Glück gesegnet zu sein. Während man auf der
ganzen Insel auf die Reifezeit warten musste um ernten zu können, konnte man in
der Citara Bucht schon mindestens zwei Wochen im Voraus je nach "Saison" die
Produkte ernten und vor allem auf dem Markt verkaufen.
Wie es oft in solchen Fällen geschieht, führten einige diese Besonderheit auf
"Magie" zurück.... Magie?? Sicher!!! Die Magie von Mutter Natur, die Kraft der
Sonne, das Licht, die Luft, die Erde, das Wasser, das Feuer des Vulkans!!!
Hier trafen sich die Elemente des Leben in perfekte Harmonie und tanzten
zusammen nach dem Rhythmus des Wellengangs des Meeres wie in einer
Sinfonie......wie es nur möglich ist, wenn alles eine "Einheit" wird. Daher kam
die "Frühernte von Citara"!!!
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Das Bild von damals, zeigt die bewirtschafteten Grundstücke, die sogenannten
"Siene von Citara" die nur wenige Schritte vom Meer entfernt sind. Das Meer, das
speziell in Forio
in den Jahrhunderten die Quelle von Gefahr und Piratenüberfällen war, ist in
diesem Jahrhundert, vor dem Anbruch des Tourismus, die Verbindung zwischen
Bauern und Fischern gewesen. Diese trafen sich sozusagen auf halbem Weg, auf dem
Sandstreifen, um frische blaue Fische mit lila Auberginen, roten Tomaten und
grünem, duftenden Basilikum zu tauschen.
Der Arbeitstag sowohl auf den Booten als auch auf den Feldern war sehr lang und
mühsam. Die Bauern sangen üblicherweise während der Arbeit und an bestimmten
Tage hört man durch den Wind noch das Echo von den vielen Stimmen und deren
Lachen. Die Menschen lebten alle in den gleichen Verhältnissen, verbrachten sehr
viel Zeit zusammen, schufteten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und fühlten
sich bei der Arbeit wie in eine große Familie.
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In jedem von diesen Grundstücken gab es ein kleines Haus, das für die
Werkzeuge diente, aber auch um sich auszuruhen oder sich gegen schlechtes Wetter
zu schützen. Das Wasser wurde durch eine Drehmaschine aus der Erde gepumpt. Dazu
diente die Kraft und die Ausdauer eines Esels der den ganzen Tag im Kreis laufen
musste.
Das Wasser kam sehr warm ans Tageslicht, an einigen Stellen sogar heiß, so dass
man es erst in bestimmten Becken abkühlen ließ. Die Bauern pumpten und nutzten
praktisch das Thermalwasser aus der Bucht von Citara!!! Hier also steckte das
Geheimnis der "Primizie von Citara"!!!! Dies ist der Grund warum die Bauern von
Citara schon Ende Mai ernteten während man auf dem Rest der Insel oft auf die
Monate Juli und August warten musste!!!
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In den 50er Jahren wurde Ischia als Thermal- und Kurinsel entdeckt und seit
damals hat sich einiges geändert. Hotels und Infrastrukturen sind gebaut worden,
wo einstmals Felder und Weingüter waren. Der Tourismus ist die
Haupteinnahmequelle. Zum Glück, dank der Beschaffenheit der Insel, hügelig bis
gebirgig, hat Ischia ihren Charme bewahrt. Noch findet man viele kleine
Hotels auf Ischia
die familiär geführt werden. Noch ist der Kontakt mit den Menschen sehr
wichtig, noch werden frische Produkte in der Küche verwendet, noch ist der Gast
heilig wie damals als die Bauern, wenn sie Fremde sahen, für einen Moment
aufhörten zu arbeiten, ihr Brot teilten und ein gutes Glas Landwein
einschenkten.....
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